Wie gibt man Trinkgeld richtig?



Es gibt Unternehmen auf der Welt, mit denen man recht unkompliziert Geschäfte machen kann. Man geht hin, wählt aus, was einem gefällt, sie berechnen den entsprechenden Preis, den man bezahlt, und die Sache ist erledigt. Leider gibt es aber auch Firmen, bei denen das nicht ganz so einfach funktioniert. Wir kennen sie gut bei uns, und weltweit ist es manchmal ähnlich, manchmal aber auch ganz anders.
Wenn wir hierzulande zum Beispiel in einen Supermarkt gehen, ist das der erste Fall; wenn wir in ein Restaurant gehen, ist das der zweite Fall. Und zwar deshalb, weil man in Einrichtungen wie Supermärkten nur einen festen Preis bezahlt, an dem sich nichts ändern lässt, während man in einem Restaurant auch Trinkgeld geben muss oder zumindest geben sollte.
měna Anglie
Und ähnlich wie im Restaurant bei uns verhalten wir uns beispielsweise auch beim Friseur, an der Hotelrezeption, in der Weinstube, im Taxi… Überall dort wissen wir oder ahnen zumindest, wie viel wir ungefähr geben sollten. Den Begriff „je nachdem, wie zufrieden wir mit dem Service sind“ interpretieren wir irgendwie und richten uns danach, und das war’s.
Aber wie verhält man sich im Ausland? Wie viel Trinkgeld gibt man dort und wem eigentlich? Sicher, die Welt geht nicht unter, wenn wir nichts geben, bzw. wird uns das Trinkgeld im Restaurant dort automatisch auf die Rechnung gesetzt, aber irgendwie ist das doch vielleicht sogar unanständig. Wenn wir zum Beispiel bedenken, dass es nicht wenige Berufe gibt, in denen die Angestellten nur einen Hungerlohn bekommen, weil automatisch davon ausgegangen wird, dass sie sich mit Trinkgeld etwas dazuverdienen. Sie sind also wegen uns im Nachteil.
Aber wie viel sollen wir ihnen geben? Damit wir uns nicht ruinieren, aber auch niemanden beleidigen? Und damit wir vielleicht nicht in Schwierigkeiten geraten, denn es gibt ja Länder, in denen Trinkgeld an manchen Orten illegal ist?

Eine kleine Orientierungshilfe kann uns zum Beispiel dienen
. Hier erfahren wir, wie die Dinge bei unseren nächsten Nachbarn, also in Österreich und Deutschland, stehen, ebenso wie bei den weiter entfernten Europäern wie den Franzosen, Spaniern, Griechen, Kroaten und Italienern, und wir werfen auch einen kurzen Blick auf Asien, Amerika und Afrika.
mince v peněžence
Und es ist in gewisser Weise auch eine interessante Lektüre. Darüber, wo man fünf, wo zehn und wo fünfzehn Prozent des Rechnungsbetrags geben sollte, wo man das universelle Ein-Euro-Stück opfern sollte, unabhängig von seinem aktuellen Kurs gegenüber der tschechischen Krone, wo überraschenderweise ein Trinkgeld in Dollar erwartet wird, obwohl diese nicht die lokale Währung sind, wo sogar über das Trinkgeld verhandelt wird und wo man vielleicht gar nichts geben sollte, weil es dort überhaupt nicht üblich ist und wir mit dem angebotenen Almosen seltsam wirken würden.
Oder wir könnten sogar beleidigen. Im Ernst. Denn es gibt auch Länder, in denen man seine Arbeit auf hohem Niveau als normal ansieht und nicht als etwas, für das die Leute extra bezahlen müssen. Nicht wie bei uns und den uns Gleichgesinnten, wo es üblich ist, für (auch zweifelhafte) Qualität extra zu bezahlen.